Montag, 16. Dezember 2013

Meine Rezension zu "Für immer die Seele" von Cynthia J.Omololu

Die Einleitung:

Im November 2012 gab es eine Vorableseaktion zu „Für immer die Seele“, bei der ich leider kein Glück gehabt hatte.
Umso mehr freute ich mich, als ich das Buch, von dem ich zuvor schon eine Leseprobe gelesen hatte, im Rahmen einer Wanderbuchrunde lesen durfte.
Für mich ist „Für immer die Seele“ mein absolutes Lesehighlight des Jahres 2013 und deshalb möchte ich euch das Buch und die Autorin dahinter gerne vorstellen.

Die Autorin:

Cynthia J. Omololu wurde in New Jersey geboren und ist in Kalifornien aufgewachsen, wo sie auch heute noch lebt.
Sie hat schon als Kind Bücher nur so verschlungen – aber trotzdem nie daran geglaubt, dass sie selbst einmal welche schreiben würde.
Nach ihrem Englischstudium an der Universität von Santa Barbara arbeitete sie in der Marketingabteilung einer Wochenzeitung in San Fransisco.
Und dann, kurz nach der Geburt ihrer Kinder, hat Cynthia gemerkt, dass sie eine Menge spannender Geschichten zu erzählen hat.
Für immer die Seele ist ihr erstes Jugendbuch.
Mehr über die Autorin und ihre Bücher erfährt ihr auf ihrem Blog www.cjomololu.com.

Fakten zum Buch:

Das gebundene Buch erschien im Januar 2013 beim Dressler-Verlag und kostet im Buchhandel 17,95 Euro.
Es wurde von Jutta Wurm ins Deutsche übersetzt und umfasst 381 Seiten.
Mehr News und Infos gibt es unter www.fuer-immer-trilogie.de oder unter www.facebook.com/fuerimmertrilogie
Dort habe ich auch gerade gelesen, dass das Buch nach dem zweiten Band, statt wie zuvor geplant nach den dritten Band enden wird.
Der zweite Band mit dem Titel „Für immer die Liebe“ soll im Februar 2014 erscheinen, worauf ich mich schon sehr freue.

Die Gestaltung des Buches:

Das Cover des Buches ist meiner Meinung ein echter Hingucker.
Der Hintergrund ist lila, pink und blau und wirkt wie selbst gemalt.
Im Zentrum des Covers sieht man eine junge Frau mit geschlossenen Augen, deren Haare im Wind wehen.
Um ihre Haare herum flattern farbenfrohe, leuchtende Schmetterlinge in verschiedenen Größen und in ihren Haaren selbst erkennt man auch kleine schwarze Details, die wie Notenlinien wirken.
Die größeren Schmetterlinge lassen sich ebenso wie das Wort Seele ertasten.
Ein schönes Detail, welches mir sehr gut gefällt.
Das Cover wirkt auf mich wie ein sehr filigranes, detailreiches, mit Aquarell- oder Wasserfarben gemaltes Bild.
Zwischen dem Cover und der Geschichte kann ich keine direkte Beziehung herstellen, aber ich finde es dennoch sehr schön.
Mir gefällt es, weil es so schön verspielt und verträumt ist.
Wenn man das Buch aufklappt, bekommt man auf dem Umschlag eine interessante Zusammenfassung über den Inhalt, sowie Informationen über die Autorin.

Der Verlag über das Buch:

„Stell dir vor, es gibt nicht nur ein Leben…“
„Da steht er und blickt mich mit den gleichen Augen an, die ich an jenem kalten, grauen Morgen vor so langer Zeit sah.
Mein Herz rast wie wild.
Ein dicker Kloß sitzt in meiner Kehle.
Seine Worte. Seine Berührungen.
Seine Fürsorge. Alles Lüge.“

Schicksalhafte Begegnungen, große Gefahren und unendliche Liebe – der Auftakt der packenden Für-immer-Trilogie.


Die Geschichte und meine Meinung dazu:

Die 16-jährige Nicole, die von allen nur Cole genannt wird, verbringt mit ihrem Vater und ihrer älteren Schwester Kat die Frühjahrsferien in London, wo der Vater gerade auf Geschäftsreise ist.
Gemeinsam machen die beiden ungleichen Schwestern die Stadt unsicher und klappern alle möglichen Touristenattraktionen ab.
Während Kat sich für das berühmte Kaufhaus Harrods und die Kronjuwelen interessiert, kann sich Cole mehr für die Geschichte Londons und seine vielen Sehenswürdigkeiten begeistern.
Ich wäre da wohl eher eine Mischung aus den Beiden, während mein Freund sich für die Geschichte Londons interessieren würde.
Cole und Kat einigen sich auf einen Kompromiss und besuchen den Tower of London, wo man sowohl die Kronjuwelen besichtigen, als auch sich über die Geschichte informieren kann.
Während der Reise geht es Cole nicht besonders gut, denn immer wieder bricht eine Welle von sehr real wirkenden Bildern und Gefühlen unvermittelt über sie herein und alles um sie herum beginnt zu verschwimmen.
Ihr wird übel und schwummrig, alles um sie herum verschwindet und sie nimmt nur die Bilder und Gefühle wahr, sonst nichts.
Es reicht schon aus, einen alten Gedenkstein zu berühren oder den Duft einer exotischen Mahlzeit zu riechen und schon passiert es und Cole kann gar nichts dagegen tun.
In diesen Momenten sieht sie Szenen aus dem Leben von Menschen, die in der Vergangenheit in verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Ländern gelebt haben.
Diese Szenen verstören sie und erinnern sie an etwas, aber noch kann sie es nicht einordnen, was ich sehr spannend finde.
Sie versucht diese Episoden so gut es geht vor Kat zu verbergen, weil sie selbst nicht weiß, was sie davon halten soll.
Sieht sie schon Gespenster oder ist sie verrückt geworden?
Dann wird sie vor dem Tower of London ohnmächtig, als sie gerade eine Vision von der Hinrichtung einer jungen Adligen hat.
Anstatt hart zu stürzen fällt sie jedoch in die Arme des attraktiven Griffon, der die beiden Schwestern zusammen mit seinem Kumpel Owen wie es sich in England gehört zu einem Tee einlädt.
Neue Bande werden geknüpft, doch die Heimreise steht bevor.
Cole verliebt sich während der kurzen Zeit in Griffon, traut sich aber nicht, ihn nach seiner Handynummer zu fragen.
Wie das Schicksal es will, treffen die Beiden in San Fransisco aufeinander und eine komplizierte Liebesgeschichte voller ungeahnter Wendungen nimmt ihren Lauf.
Cole hatte gehofft dass die seltsamen Visionen in San Fransisco wieder aufhören, doch sie werden im Gegenteil immer häufiger und beunruhigender.
Griffon weiß mehr darüber, als er zunächst durchblicken lässt und es scheint ganz so, als würde er Cole irgendwo her kennen.
Als er sich ihr schließlich öffnet, gerät Coles ganzes Weltbild ins wanken.
Ihr Talent bekommt eine völlig neue Bedeutung für sie und auch ihre Mitmenschen, ganz besonders ihre Celloschülerin Veronique sieht sie nun plötzlich mit anderen Augen.
Sie befindet sich in tödlicher Gefahr und weiß nicht, wem sie noch trauen kann…


Mein Fazit:
"Für immer die Seele" von der Autorin Cynthia J. Omololu ist mein absolutes
Lesehighlight dieses Jahr.
Ich habe jede freie Minute genutzt um das Buch zu Ende lesen zu können und war dann richtig enttäuscht, als es tatsächlich zu Ende war.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, flüssig und sehr lebendig.
Aus ihren Zeilen kann man heraus lesen, dass sie selbst in San Fransisco lebt und es würde mich nicht wundern, wenn sie auch schon in London gewesen wäre.
Die Beschreibungen von London bestärken mich einmal mehr in dem Wunsch ein Mal nach England zu reisen und London zu besichtigen.
Die vielen Sehenswürdigkeiten und Geschäfte sind sicher einen Besuch wert.
Was mir an dem Buch so gut gefällt, ist die Tatsache, dass sich die Geschichte genauso wie beschrieben im London und im San Francisco unserer Zeit abspielen könnte.
Das beweist, dass die Geschichte in sich stimmig ist.
Cole ist eine sehr sympathische Protagonistin, in die ich mich leicht hinein versetzen konnte.
Sie interessiert sich für Geschichte, ist eine begnadete Cellistin, bei der die Liebe zum Instrument im Vordergrund steht und nicht der Ruhm, was mir außerordentlich gut gefällt.
Sie brüstet sich nicht mit ihrem Können und versucht ihren Eltern die finanziellen Unkosten die sie verursacht auf ihre Art wieder zu geben.
Zu lesen wie Cole in ihrem Cellospiel aufgeht, hat mir auch gut gefallen, dadurch wirkt die Geschichte noch authentischer.
Meiner Meinung hat die Autorin Coles Familie, ihren Charakter, ihre Fürsorge, ihre Ängste und ihren Umgang mit Coles Talent und ihrem kostbaren Instrument sehr glaubhaft dargestellt.
Cole hat eine äußerst interessante Familie.
Die Eltern haben sich getrennt, leben aber räumlich voneinander getrennt im gleichen Haus und sorgen sich sehr um ihre Tochter, was gerade bei Coles Mutter manchmal ganz schön grenzwertig ist.
Sie wirkt so, als wäre Coles Talent ihr wichtiger als Coles Leben, was ich nicht nachvollziehen kann.
Da war mir Coles Vater viel sympathischer, weil sein Handeln und seine Worte echte Liebe und Fürsorge ausdrückten.
Coles große Schwester Kat ist da mehr die Rebellin – kein Wunder bei all den unbedachten Worten ihrer Mutter, die sie ständig einstecken muss.
Es ist sicher nicht leicht für sie, im Schatten des Cellowunderkinds Cole zu stehen und trotzdem eine eigene Persönlichkeit auszubilden und von den Eltern gesehen zu werden.
Sie interessiert sich für Schmuck, Mode und Jungs und lebt vielleicht gerade die Anteile eines Teenagerlebens, die bei Cole eher zu kurz kommen.
Trotz ihrer manchmal etwas zickigen Art hilft sie Cole in den entscheidenden Momenten und verhilft ihr gerade gegen Ende des Buches zu unverhofften neuen Erkenntnissen.
Rayne, Coles beste Freundin ist so, wie eine beste Freundin meiner Meinung sein sollte.
Sie stellt nicht viele Fragen, wenn Cole über etwas nicht sprechen möchte und ist immer für sie da, auch wenn’s mal gefährlich wird.
Sie ist ein interessanter Kontrast zu Cole, da sie sich mit Esoterik und Themen wie Wahrsagerei und Wiedergeburt beschäftigt.
Genauso einen Gegenpart braucht Cole um ihr Schicksal und ihre Gabe annehmen zu können und dabei auf dem Teppich zu bleiben.
Was Griffon angeht, hat mich die Autorin ganz schön an der Nase herumgeführt, bis sie endlich damit herausgerückt hat, welches dunkle Geheimnis er verbirgt.
Seinen Charakter empfand ich als einen der interessantesten.
Er ist fast zu schön um wahr zu sein, weiß auf alles eine Antwort und doch verbirgt er ganz offensichtlich ein Geheimnis.
Zu Beginn der Geschichte war er eher unnahbar, wollte Cole nie berühren und ich fragte mich, welche Absichten er hat.
Später dann wird er immer zärtlicher, kümmert sich um Cole und versucht sie zu beschützen.
Als er Cole sein Geheimnis, welches die Beiden verbindet verriet, konnte ich es gut nachvollziehen, dass Cole zunächst einmal zutiefst verwirrt war.
Die Liebesgeschichte zwischen den Beiden war von Anfang an kompliziert, nichts war so wie es schien und ich muss zugeben, dass ich mich zu sehr von Coles Wechselbad der Gefühle mitreißen ließ, statt die Fakten zu beachten.
Dies war aber auch nicht einfach, denn ihre Erinnerungen an vergangene Leben rissen mich mit und verwirrten mich.
Gleichzeitig waren sie aber auch unglaublich authentisch und spannend.
Ich hatte richtig das Gefühl eine Zeitreise in vergangene Jahrhunderte zu machen und war total gespannt darauf, welche Erkenntnisse Cole aus ihren Erinnerungen ziehen würde und wie sich diese auf ihr jetziges Leben auswirken.
Veronique war ein Charakter, der mich sofort fasziniert hat, weil sie so undurchsichtig schien.
Vorneherein war sie freundlich und fürsorglich und ich war ganz schön erschrocken, als ich schließlich erfuhr welche Gestalt aus Coles Erinnerungen sich hinter ihr verbarg und welche Ziele sie hatte.
Was ich an dem Buch sehr schön fand war, dass Coles Erinnerungen sehr detailliert und glaubhaft dargestellt wurden.
Ebenso auch die Umstände, die die Visionen auslösten und begleiteten:
Coles Angst verrückt zu werden, die Tatsache, dass sie zuerst versucht, ihre Erinnerungen geheim zu halten und dann schließlich herausfinden möchte, was es damit auf sich hat, ihre Skepsis als Griffon ihr die Wahrheit über sich erzählt, das Gefühlschaos, welches in ihr herrscht, als sie nicht weiß, wem sie noch trauen kann und wer Freund oder Feind ist…
Die Grundidee des Buches, die sich mit dem Thema Wiedergeburt auseinandersetzt wurde meiner Meinung in dem Buch sehr gut umgesetzt und ich bin gespannt darauf, welche Ideen dazu noch in der Autorin schlummern.
Die Vorstellung, dass es Menschen wie Griffon und seine Mutter gibt und welche Rolle sie im Weltgeschehen spielen finde ich schön und wünschenswert.
Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten und letzten Teil der Reihe.
Kurz vor Ende des Buches wurde ja schon etwas angedeutet, daher bin ich umso gespannter, wie es mit Cole, Griffon, Veronique und einer Person, deren Identität ich nicht verraten möchte weiter geht.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der offen für Themen wie Wiedergeburt ist und gerne Fantasybücher liest, in denen weder die Liebe noch die Spannung und Gefahr zu kurz kommen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Aletheia



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