Montag, 21. April 2014

Meine Rezension zu "Schatten der Angst" von Lena Diaz

Die Einleitung:
Mit „Schatten der Angst“ von Lena Diaz wagte ich im Rahmen einer Wanderbuchrunde einen Wechsel in das mir bis dato unbekannte Genre Romantic-Thrill.
Der Klappentext hatte mich neugierig auf das Buch gemacht und ich war gespannt darauf, wie die Autorin einen romantischen Thriller umsetzen würde.


Die Autorin:
Lena Diaz stammt ursprünglich aus Kentucky und ist in ihrer Kindheit durch die gesamte USA gereist.
Gegenwärtig lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Florida.
„Schatten der Angst“ ist ihr erster Roman.
Ihr zweiter Roman „Ich sehe was, was du nicht siehst“ erschien im Juli 2013.
Weitere Informationen unter www.lenadiaz.com
Fakten zum Buch:
Das Buch, welches im Original den Titel „He kills me, he kills me not“ trägt, wurde von Frauke Lengermann ins Deutsche übersetzt.
Das Taschenbuch erschien im Dezember 2012 beim Egmont – Lyx-Verlag.
Es umfasst 384 Seiten und ist im Buchhandel für 9,99 Euro zu haben.
Die Gestaltung des Buches:
Das Cover des Buches ist schlicht und doch einprägsam.
Vor einem Hintergrund, der eine Mauer oder eine Metallwand darstellen könnte, ist eine schwarze Rose abgebildet.
Von einer ihrer spitzen Dornen fließt Blut herab.
Darunter steht in großen schwarzen Druckbuchstaben der Name der Autorin und darunter in größeren, blutroten Buchstaben der Titel des Buches.Das Cover passt meiner Meinung gut zum Inhalt des Buches.
Den Titel finde ich jedoch nicht so passend.
Hier hätte mir eine Übersetzung des Originaltitels besser gefallen.

Der Verlag über das Buch:
Wo das Böse lauert
An der Ostküste der USA treibt ein Serienmörder sein Unwesen.
Sein Markenzeichen: Eine Rose mit einem einzigen Dorn, die er in den leblosen Händen seiner Opfer zurücklässt.
Polizeichef Logan Richards will den Killer schnell zur Strecke bringen und stößt bei seinen Ermittlungen auf Amanda Stockton – die Einzige, die dem Mörder je entkommen konnte.
Logan erhofft sich Antworten, doch ihm läuft die Zeit davon, denn der Killer ist wieder auf der Jagd… und Amanda ist seine Beute!
„Ein packender Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann!“ Eileen Carr
Die Geschichte und meine Meinung dazu:
Das Buch beginnt äußerst spannend mit einer Episode aus der kranken Erlebniswelt des Serienmörders, der gerade in Aktion ist.
Dann wechselt die Szenerie zu Logan Richards, dem Polizeichef von Shadow Falls, einem Ort am nordwestlichen Ende Floridas.
Logan ist erst seit Kurzem der Polizeichef von Shadow Falls.
Zuvor war er wegen eines Anfängerfehlers, der noch immer schwer auf ihm lastet, nach New York geflohen.
Nun ist er wieder hier, hat Großes geleistet, sich weitergebildet und sieht sich mit einer Herausforderung konfrontiert, die er nicht alleine bewältigen kann.
Ein Serienmörder ermordet Frauen, wäscht ihnen das Haar und legt ihnen eine langstielige rote Rose in die Hände.
Die Abstände zwischen seinen Morden werden immer kürzer und der Polizei rennt die Zeit davon, weshalb das FBI ihnen zu Hilfe eilt.
Eine Joggerin hat eines der Opfer des Serienmörders im Park gefunden und Logan wurde zum Tatort gerufen.
Die Tote war eine Studentin namens Carolyn, die seit Tagen vermisst wurde.
Logan ärgert sich, dass er dem Killer nicht zuvor gekommen ist und den Eltern des Opfers nicht mitteilen kann, dass ihre Tochter wohl auf ist und der Täter gefasst wurde.
Es gibt keine heiße Spur die zum Mörder führt, bis sich seine Kollegen an einen vier Jahre zurück liegenden Fall erinnern.
Damals wurden zwei junge Frauen von einem Mörder verschleppt, der sie folterte und mit ihnen ein grausames Spiel spielte.
Eines der Opfer, Dana Branson starb und Amanda Stockton konnte fliehen und ist seitdem untergetaucht.
Sie ist die einzige lebende Zeugin und Logan möchte sie um jeden Preis finden, bevor der Mörder sie findet.
Das ist gar nicht so einfach, denn Amanda möchte nicht gefunden werden und der Mörder ist näher als man glaubt.
Nun erlebe ich das Geschehen aus Amandas Sicht.
Seit ihrer Verschleppung versucht sie gezwungenermaßen das Geschehene ganz alleine zu verarbeiten.
Sie arbeitet von zu Hause aus, hat keine Freunde und lebt zurückgezogen und voller Angst.
Auf der rechten Seite ihres Gesichts trägt sie eine sichtbare Narbe, die sie tagtäglich an ihr Martyrium erinnert.
Doch nie waren die Erinnerungen so deutlich wie jetzt, als sie erfährt, dass der Mann, der sie damals gequält und ihre Freundin ermordet hat, erneut zugeschlagen hat.
Alles kommt wieder hoch und sie hat niemanden, dem sie sich anvertrauen und bei dem sie Trost suchen kann.
Dann erscheint Polizeichef Logan auf der Bildfläche.
Er möchte Amanda zu ihrer Entführung befragen.
Vielleicht kennt sie ein Detail über den Mörder, dass die Polizei zu ihm führen könnte: Seinen Gang, ein bestimmter Satz, den er wiederholt hat, körperliche Auffälligkeiten, irgend etwas.
Amanda ist hin und her gerissen.
Einerseits fühlt sie sich zu Logan hingezogen, fühlt sich bei ihm auf seltsame Art und Weise sicher und möchte helfen, den Täter zu überführen.
Andererseits möchte sie mit der Vergangenheit abschließen und ein dunkles Geheimnis für sich bewahren, dass ihr bis heute auf der Seele lastet.
Werden sie den Mörder finden, bevor er Amanda findet?

Mein Fazit:
„Schatten der Angst“ ist das erste Buch, das ich aus dem Genre Romantic-Thrill gelesen habe und ich muss sagen, es hat mir gut gefallen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft und detailreich.
Schon von der ersten Seite an kam Spannung auf.
Der Mörder vollführt ein grausames Ritual und während er wieder und wieder mordet, heftet sich die Polizei an seine Fersen.
Schon ziemlich früh gab es Hinweise auf den Täter, die zunächst nur der Leser kennt.
Die Polizei hat gute Ansätze, geht aber auch vielen falschen Fährten nach und forscht nicht intensiv genug nach.
Der Thriller hat viel Potential, welches meiner Meinung aber nicht voll ausgeschöpft wurde.
Ich lese nicht nur gerne Thriller, sondern schaue mir im Fernsehen gerne auch Serien wie „Navy CIS“ und „Criminal Minds“ an.
Stellenweise hat mich der Roman an Elemente aus den Serien erinnert, zum Beispiel als die Gerichtsmedizinerin bei der Arbeit war.
Bei Mördern interessiert mich auch immer das Motiv.
Hier kam ich voll auf meine Kosten und konnte tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken.
Die Liebesgeschichte zwischen Amanda und Logan war gut beschrieben, wenn auch ziemlich klischeehaft.
Amanda hatte sich nach ihrer Entführung ein neues Leben aufgebaut und versuchte nach Außen hin taff zu wirken.
Als der Mörder wieder zuschlägt, bröckelt diese Fassade und sie sehnt sich nach einer starken Schulter zum Anlehnen.
Hier tritt der gutaussehende Logan auf den Plan, der vor lauter Begierde und Beschützerinstinkt große Schwierigkeiten hat, sich Amanda gegenüber professionell zu verhalten.
Er will sie besitzen, beschützen und fühlt sich bei ihr angekommen, doch sie quält sich mit einem dunklen Geheimnis, dass sie zu erdrücken droht.
Sie will Liebe und Nähe, doch gleichzeitig kommen immer wieder ihre schlimmen Erinnerungen hoch.
Der Mörder hat sie innerlich wie äußerlich für immer gezeichnet und es ist lange Zeit nicht absehbar, ob sie sich davon erholen wird.
Während Logan und Amanda sich so langsam näher kommen und ein Nähe- und Distanzspiel spielen, mordet der Killer immer häufiger und kommt ihnen näher als sie jemals dachten.
Amanda möchte helfen den Täter zu finden und bietet der Polizei und dem FBI, mit dem diese nun zusammenarbeitet ihre Hilfe an.
Als Opfer wirkt sie auf mich authentisch.
Das Verstecken ihrer Narbe, das sich nicht mehr schön fühlen, die Angst vor Nähe und Vertrautheit und die Frage, ob sie sich jemals wieder an einen Mann gewöhnen kann.
Die Autorin gibt Amanda zudem ein paar Aspekte, die ihren Charakter interessant machen, da sie sich nicht immer so verhält, wie man es von einem klassischen Entführungsopfer erwartet.
Amanda war mir von Anfang an sympathisch.
Sie versuchte ihr Leben allein zu meistern und zeigte bei der Suche nach dem Täter großen Mut.
Jedoch brachte sie sich und andere durch ihre impulsiven Handlungen in Gefahr und Logan war der Held, der immer an ihrer Seite war.
Er steckte seine ganze Energie in den Fall und seine Suche nach dem Mörder grenzt schon an eine Obsession, die sich aber durch seine Vergangenheit erklärt.
Er hat sich in Amanda verliebt und weiß nicht so recht, wie er sie anpacken soll und Amanda wiederrum kann nicht glauben, dass er sie sie nehmen kann, wie sie ist.
Dadurch kommt es besonders gegen Ende zu vielen Mißverständnissen, die meiner Meinung etwas zu viel des Guten waren.
Dazwischen gibt es immer wieder Einblicke in die kranke Psyche des Täters.
Das Ende des Buches empfand ich also etwas zu dick aufgetragen, aber doch irgendwie schön.
Ich kann „Schatten der Angst“ allen empfehlen, bei denen im Genre Romantic-Thrill der romantische Teil der Geschichte wichtiger ist, als der Thriller selbst.
Die Liebesgeschichte zwischen Amanda und Logan spielt zwar mit Klischees, aber sie ist sehr romantisch und die Liebesszenen sind bis auf ein paar kleine Details sehr erotisch.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Aletheia




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